Vaterschaftstest online

Vaterschaftstest Labor

Ursprünglich wurden Abstammungsgutachten, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Vaterschaftstest bezeichnet werden, auf Anordnung eines Gerichts durchgeführt. Durch die Entwicklung moderner DNA-Gutachten ist die Feststellung einer Verwandtschaft einfacher und kostengünstiger geworden, sodass seit den 1990er Jahren auch Privatpersonen derartige Tests finanzieren können. Mittlerweile werden jährlich über 30.000 Vaterschaftstests in Deutschland durchgeführt.

Bei einem Vaterschaftstest wird der Verwandtschaftsgrad zwischen zwei Personen wissenschaftlich ermittelt. Hierzu wird in einem Labor das Erbgut der Testpersonen untersucht. Als Erbgut bezeichnet man die vererbbaren Informationen einer organischen Zelle, auch bekannt als DNA (=Desoxyribonukleinsäure). Zur Bestimmung der DNA, die als genetischer Fingerabdruck fungiert, reichen bereits einige Speichel- oder Blutzellen aus.

Ein Kind erhält bei seiner Zeugung zur Hälfte die Erbinformationen der Mutter. Die andere Hälfte stammt von seinem biologischen Vater. Die Feststellung, ob es die Merkmale des väterlichen Erbguts aufweist, kann mit 90%iger Sicherheit gemacht werden. Enthält das DNA keine Hinweise auf diese Merkmale, kann eine Vaterschaft zu 100% ausgeschlossen werden. Probleme einer sicheren Feststellung ergeben sich dann, wenn z. B. der Bruder oder Vater der Testperson ebenfalls als Vater des getesteten Kindes in Frage kommt, da die DNA auf Grund der Verwandtschaft Ähnlichkeiten aufweist.

Um ein Abstammungsgutachten zu erstellen, benötigt das durchführende Labor Speichelproben der auf eine Verwandtschaft zu testenden Personen. Alternativ lässt sich die DNA auch anhand von geringen Speichelrückständen von z. B. einer Zahnbürste oder einer Babyflasche bestimmen. Solch ein Gutachten kann zwischen Vater und Kind jederzeit erstellt werden, theoretisch sogar mittels einer Gewebeprobe aus dem Unterlaib der Mutter, wenn das Kind noch ungeboren ist. Auf Grund von Risiken ist dies in der Praxis jedoch nicht erlaubt. Eine Ausnahme bilden medizinisch notwendige Gewebeproben, die dann auch auf eine Vaterschaft getestet werden dürfen. Nach Einsenden der DNA-Träger dauert die Durchführung eines Vaterschaftstests je nach Labor etwa 10 Tage.

Die Kosten eines Vaterschaftstests, der privat und nicht gerichtlich angeordnet durchgeführt wird, betragen in etwa zwischen 139 und 600 Euro, je nachdem, wie ausführlich ein Bericht ausfallen soll, wie die Ergebnisse verwaltet werden usw.


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